Sehenswürdigkeiten in Hamburg
Alter Elbtunnel
Der Alte Elbtunnel, ursprünglich St. Pauli Tunnel, war zur Zeit seiner Eröffnung im Jahre 1911 ein technisches Meisterwerk. Mit einer Länge von knapp 450 Metern und einem Durchmesser von sechs Metern liegen die zwei großen Röhren etwa 24 Meter unter der Wasseroberfläche. 5000 Tonnen Eisen, 200 Tonnen Blei und 4400 Arbeiter wurden für den Bau benötigt. Der Alte Elbtunnel verbindet die St. Pauli Landungsbrücken mit dem Stadtteil Steinwerder. Der Umgang zum Tunnel erfolgt auf beiden Seiten über einen Kuppelbau, mit einer Treppe und einem Personenaufzug für Fußgänger, und einem Fahrstuhl für Autos.
Deutsches Schauspielhaus
Das Deutsche Schauspielhaus, gegründet durch eine private Initiative Hamburger Bürger wurde von den Wiener Architekten Fellner und Helmer im neobarocken Stil gebaut. Die größte Sprechbühne Deutschlands wurde 1900 mit Goethes "Iphigenie auf Tauris" er geöffnet. Durch den Hamburger Faust, eine in die Geschichte eingegangene Faust-Inszenierung von Gustaf Gründgens, schaffte es das Deutsche Schauspielhaus zu großem Ruhm.
Hafen (Willkommhöft)
Der Hamburger Hafen gehört zu de führenden Transithäfen der Welt, wodurch die Stadt den Beinamen "Tor zur Welt" trägt. Er ist der zweitgrößte Hafen Europas und Umschlagplatz für Pharma-Rohstoffe, Teppiche, Gewürze, Kakao und Tee. Der Hamburger Hafen hat eine weltweit einzigartige Schiffsbegrüßungsanlage, das "Willkommhöft", welches seit 1952 in Betrieb ist. Zwischen 50 und 60 mal täglich wird ein Schiff in der jeweiligen Landessprache und mit der jeweiligen Nationalhymne willkommen geheißen oder verabschiedet. Zum Hamburger Freihafen gehört auch der weltgrößte Lagerhauskomplex, die Speicherstadt.
Hamburg Dungeon
In den Katakomben der Speicherstadt präsentiert das Hamburg Dungeon eine Zeitreise in die düstere Vergangenheit der Hansestadt Hamburg. In einer 90-minütige Exkursion erlebt man interaktiv mit Hilfe von professionellen Schauspielern die dunkelsten Epochen. Die Auswahl ertsreckt sich von der Hinrichtung einer der legendärsten Seeräuber des 14. Jahrhunderts – Klaus Störtebeker, über den großbrand in Hamburg 1842, bis hin zu dem Sturz in die Hölle, einem acht Meter hohen Freifallturm.
Hamburger Kunsthalle
Die durch Spenden finanzierte Hamburger Kunsthalle mit 6.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wurde 1869 eröffnet. 1996 wurde der von Oswald Mathias Ungers entworfene Neubau fertiggestellt, der zusätzliche 5.600 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet. Die Hamburger Kunsthalle beherbergt internationale Kunst der Gegenwart, angefangen mit der Pop Art. In der Galerie der Gegenwart im Neubau ist die Kunst ab 1960 zu sehen.
Miniaturwunderland
Im Miniaturwunderland in der Hamburger Speicherstadt ist die größte Modelleisenbahn der Welt aufgebaut. Im Jahr 2000 entstand die Idee dazu, seitdem wird sie stetig größer. Bisher gibt es sieben fertige Abschnitte - Harz, Knuffingen, Österreich, Hamburg und Küste, Amerika, Skandinavien, und die Schweiz. Zurzeit ist der Flughafen im Bau und bis zum Jahr 2015 sollen noch Frankreich, Italien und zwei weitere Abschnitte entstehen. Mit Hilfe von zum Teil selbst gebauter oder weiter entwickelter Technik, wird das Leben im Miniaturwunderland gesteuert.
Panoptikum
Das Panoptikum wurde 1879 von dem Holzbildhauern Friedrich Hermann Faerber gegründet und ist somit Deutschlands ältestes Wachsfigurenkabinett. Das auf St. Pauli befindliche Familienunternehmen präsentiert heute über 120 Wachsfiguren von berühmten Persönlichkeiten. Des Weiteren befinden sich im Panoptikum eine Gruselecke und ein Medizinisch-Historisches-Kabinett.
Planetarium Hamburg
Das Planetarium befindet sich seit 1930 im ehemaligen Winterhuder Wasserturm im Hamburger Stadtpark. Der Wasserturm wurde bis 1916 von dem Architekten Oscar Menzel unter der Leitung von Fritz Schumacher gebaut. Das Planetarium ist nur zum „Sterne gucken“, es ist vielmehr ein Sternentheater, welches den großen Fragen der Menschheit auf den Grund geht. Eine Stärke des Planetariums in Hamburg ist eine internationale Vernetzung mit anderen Planetarien, Wissenschaftlern, der ESA und der NASA für einen guten Wissenstransfer. Zudem arbeitet es mit einer weltweit führenden Technik.
Speicherstadt
Die Speicherstadt ist mit 25 Hektar Fläche der größte auf Eichenpfählen erbaute Lagerhauskomplex der Welt. Die Lagerhäuser (Speicher) aus wilhelminischer Backsteingotik sind jeweils mit einer Seite an die Strasse und mit der anderen an das Wasser (Fleet) angebunden. Seit 1888 werden dort Umschlaggüter - Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze, Tabak, Computer und Teppiche - zwischengelagert. Heute beherbergt sie auch immer mehr Museen und Ausstellungen. Die Speicherstadt steht seit 1991 unter Denkmalschutz.
St. Michaelis
Die erste große Michaeliskirche, 1661 fertiggestellt, brannte 1750 durch einen Blitzschlag vollständig nieder. Bis 1762 im Barockstil wieder aufgebaut, wurde sie 1906 durch Restaurierungsarbeiten erneut vernichtet. Seit 1912 steht nun die dritte große Michaeliskirche, auch Michel genannt. Der Michel ist die fünfte Hauptkirche in Hamburg. Ihr Turm, mit seinen sechs Glocken, ist 132 Meter hoch und in 82 Metern befindet sich eine Aussichtsplattform. Die Turmuhr des Michel ist mit einem Durchmesser von 8 Metern die größte in Deutschland.
Thalia Theater
Das ursprüngliche Gebäude des Thalia Theaters wurde 1843 errichtet. Das in der Innenstadt am Alstertor gelegene Theater gehört zu den drei Hamburger Staatstheatern mit einem festen Ensemble. Auf den etwa 1000 Plätze im großen Haus werden Klassiker von Autoren wie Shakespeare und Schiller gezeigt, aber auch Stücke zeitgenössischen Autoren. Ein zweites Thalia Theater gibt es auf der Gaußstrasse.


